Reisebericht zur Feuerwehrreise im März 2010 zur St. Patricksday Parade in New York City

 

Samstag 13. März 2010

Am Samstag den 13. März 2010 gegen 09.30 Uhr trafen sich alle Feuerwehrkameraden/ innen aus insgesamt 6 Städten in Deutschland auf dem Düsseldorfer Flughafen.

Thomas Enk und ich ( Dirk Stratmann ) begrüßten alle Mitreisenden.

Nachdem wir uns alle mit Vornamen kurz vorgestellt und begrüßt hatten, unter Feuerwehrkameraden gibt es kein Sie auf unseren Reisen, ging es mit großer Vorfreude in den Flieger nach NYC.

Schon auf dem Flug zeichnete sich ab das wir mal wieder eine sehr harmonische Truppe für unsere FDNY Reise zusammen hatten. Alle Kameraden, egal ob 21 oder 62 Jahre alt wurden schnell warm miteinander und es gab nur noch ein Thema:

New York City und die FDNY

Unser Shuttlebus erwartete uns schon, um uns zum Hotel im Stadtteil Queens zu bringen.

Das Wetter begrüßte uns zwar nicht mit seiner Schokoladenseite, es schüttete aus Eimern, aber trotzdem ließen wir uns die Laune nicht verderben.

Schon von weitem genossen wir den tollen Anblick dieser beeindruckenden Weltmetropole.

Nach 40 Min. Fahrt erreichten wir unser Hotel im Stadtteil Queens.

Nach dem einchecken in unserem Hotel, alle waren mit den Zimmern TOP zufrieden, trafen wir uns gegen 17:30 Uhr in der Hotellobby.

Dort erklärten Thomas und ich den weiteren Ablauf des Tages und gaben allen Mitreisenden informative Tipps zur Umgebung unseres Hotels im Stadtteil Queens wie Restaurants, Pubs und Geschäften.

Gegen 18:00 Uhr starteten wir zur ersten "hautnahen" Kontaktaufnahme in Big Apple.

An unsere Subway Station, nur ca. 200 m vom Hotel entfernt, löste jeder ein Wochenticket für 27 $$ womit Bus und Bahnfahrten für die ganze Woche genutzt werden konnten.

Nach ca. 10 Min. U-Bahnfahrt, welches auch schon ein einmaliges und nur in NYC zu findenden Erlebnis ist, mit 1000 den anderen Menschen jeglicher Hautfarbe und Aussehen in zügigem Tempo unter dem East River hindurch zur Subway Station Times Square.

Am Time Square wo es zugeht wie in einem Ameisenhaufen, tausende Menschen strömen in 20 verschiedene Richtungen, spielte eine Hobby Band afrikanischer Herkunft laute Raggy Musik und wurde von hunderten Menschen bejubelt.

Trotz des schlechten Wetters waren alle von den gigantischen Hochhaustürmen sowie den unbeschreiblichen Leuchtreklamen überwältigt.

Nachdem sich alle einen ersten Eindruck von „Big Apple“ verschafft hatten "retteten" wir uns, ein wenig feucht, ins Hardrock Cafe um ein erstes "Budweiser" oder Guinness- Bier zu genießen.

Das Hardrock Cafe welches weltweiten Kultstatus besitzt gehört einfach zu jedem NYC Besuch dazu.

Nach 2 Bierchen trauten wir uns, bei etwas besserem Wetter, wieder ins Times Square Nachtleben und fuhren gegen 22.00 Uhr mit der Subway wieder zurück in Richtung Hotel, wo wir in einem gemütlichen Irisch Pub in direkter Nachbarschaft zu unserem Hotel, den Abend ausklingen ließen.

Unser erster Eindruck über die tolle harmonische Truppe mit der wir schon am ersten Abend Tränen gelacht hatten, hatte sich bestätigt. Aber eigentlich normal unter Feuerwehrkameraden – oder ?

Sonntag 14. März 2010

Am Sonntag Morgen trafen wir uns um 09:00 Uhr in der Hotellobby um zu unserer ersten Stadtführung aufzubrechen.

Am heutigen Tag stand die Downtown Tour auf dem Programm.

Mit der Subway ging es zur Fulton Street im Finanz Distrikt von NYC um von dort aus zu Fuß alles zu erkunden.

Unsere erste Station war die St. Paul Church die unweit des WTC Geländes liegt und in der die ersten Opfer des 11. Sept. 2001 aufgebahrt wurden.

Die Kirche, die zugleich auch Gedenkstätte für die Opfer des 11. Sept. ist, ist immer noch Anlaufpunkt für Feuerwehrkameraden aus der ganzen Welt die mit ihren Patches ( Ärmelabzeichen )den getöteten Kameraden gedenken.

Am ehemaligen WTC konnten wir die gigantischen Ausmaße der eingestürzten Türme nur erahnen und die Bauarbeiten für den neuen Freedom Tower besichtigen.

Ein Anlauf Punkt war natürlich ebenfalls das berühmte 10. House ( Feuerwache 10 )in dem Engine 10 und Ladder 10 stationiert sind.

Das 10 House heißt so weil dort zufälligerweise Löschfahrzeug 10 und Drehleiter 10 stationiert sind.

Leider waren die Kameraden gerade unterwegs und so konnten wir diese Feuerwache nur von außen besichtigen.

Die Kameraden vom 10 House waren am 11. Sept. 2001 die ersten die nach dem ersten Flugzeug Attentat im Nordturm des WTC zum Einsatz kamen.

Direkt neben dieser Wache, die 6 ihrer Kameraden am 11. Sept. verloren haben, liegt auch das WTC Museum in dem die ganze tragische Geschichte des damaligen Ereignisses nachgezeichnet wird.

Ein Besuch dort ist ein sehr beeindruckendes Erlebnis und absolut empfehlenswert.

Durch Bild und Videoaufnahmen sowie originale Funde aus den Trümmern des WTC wie Flugzeugteile und Persönliche Wert Gegenstände Vermisster Menschen wird einem dieser unvergessliche Tag noch einmal sehr beeindruckend geschildert.

Von dort gingen wir den Broadway hinab, der zum Teil noch aus einem alten Indianerpfad stammt, bis zur Wall Street auf der sich zahlreiche Banken sowie die New York Stock Exchange die weltgrößte Börse befindet.

Die Wall Street hat ihren Namen „Wall“ von Mauer. Hier wurde Anfang des 18. Jahrhunderts eine Mauer von den Holländischen Besatzern errichtet um sich in den Kriegen gegen die Briten besser verteidigen zu können.

Die Statue von George Washington, er war der erste Präsident der Vereinigten Staaten von 1789 – 1797, steht unweit der Börse und ist ein beliebtes Fotomotiv.

Vorbei am Bronzenen Bullen, dem Wahrzeichen der Börse, ging es in den Battery Park einem kleinen Park am Südende Manhattans.

Hier befindet sich auch das Castle Clinton, ein im 19. Jahrhundert errichtetes Fort, wo man die Fahrkarten für die Fähre zur Statue of Liberty lösen kann.

Die Statue of Liberty ist übrigens ein Geschenk von Frankreich an die Vereinigten Staaten und soll alle Einwanderer und Rückkehrer bei der Einfahrt in den Hafen von NY begrüßen.

Nach der ca. 1 stündigen Fährfahrt ging es zum Pier 17 ( Pier – Hafen) oder auch South Seaport genannt um im dortigen Einkaufscenter ein wenig zu verschnaufen und mit einem Imbiss für den weiteren Fußmarsch zu stärken.

Bevor es jedoch weiter ging wurden noch einige tolle Andenken Bilder von der Brooklyn Bridge geschossen, auf welche man von der Terrasse des Piers 17 einen grandiosen Panorama Blick hat.

Die Brooklyn Bridge ist eine der ältesten Hängebrücken in den USA und verbindet Manhattan mit Brooklyn miteinander.

Als nächste Sehenswürdigkeit stand die City Hall, das Rathaus von NYC auf dem Programm.

In unmittelbarer Nähe zur City Hall befindet sich auch die Auffahrt zur Brooklyn Bridge die man auch als Fußgänger überqueren kann.

Weiter ging es vorbei an den imposanten Gerichtsgebäuden wie den USA Court House dem „Bundesgerichtshof“ der USA.

Nach einem kurzen Fußmarsch über den Broadway gelangten wir zur Canal Street dem Herzen von China Town.

China Town New York ist mit mehr als 300.000 Einwohnern die größte chinesische Siedlung außerhalb Asiens.

Dort hatte jeder genügend Zeit und Gelegenheit ein paar Andenken in einem der vielen kleinen Straßenläden zu kaufen.

Als Abschluss der heutigen Stadtführung stand ein Besuch bei Mc Sorleys, der ältesten Kneipe NY auf dem Programm. Bei einem süffigen selbstgerautem Bier konnten wir die Highlights des Tages noch einmal Revue passieren lassen.

Der Abend stand zwar für alle zur freien Verfügung, doch gingen fast alle mit Thomas und mir in den Pub „Quigleys“ wo sich viele FDNY Kameraden treffen. Im Gespräch mit den amerikanischen Kollegen vergaß so mancher die Zeit und für den ein oder anderen wurde es 3 Uhr ehe er zurück im Hotel war.

Montag 15. März 2010

Der Montag stand ganz im Zeichen der FDNY. ( Fire Department of New York )

Hier einige grundlegende Informationen zur FDNY:

Es gibt in den 5 Stadtteilen Manhattan, Bronx, Brooklyn, Queens und Staten Island insgesamt 221 Feuerwachen mit einer Personalstärke von etwa 14.500 Beamten und Angestellten.

Das FDNY verfügt u. a. über etwa 360 Löschfahrzeuge (Engine, Ladder, Truck) und vielen hundert Rettungswagen.

Dort ist die jeweilige personelle Grundeinheit die Kompanie. Sie besteht regulär aus einem Hauptmann (Captain) , drei weiteren Offizieren (Lieutenant) und 25 Feuerwehrmännern (Firefighters).

Die Wachen sind unterschiedlich mit Kompanien für Löschfahrzeuge und Drehleiter (Ladder) ausgerüstet und besetzt. Auf etwa zwei Kompanien mit diversen Löschfahrzeugen (Engines) kommt eine Drehleiter-Kompanie. Sechs bis neun Kompanien bilden ein „Battalion“ mit einem Battalion Chief an der Spitze.

Darüber gibt es Divisionen und Bezirke (die 5 Boroughs-Stadtbezirke).

Manhattan, Bronx, Brooklyn, Queens und Staten Island

Der Bezirkskommandant ist in der Regel der Einsatzleiter bei Großschadenslagen.

Die Löschfahrzeuge rücken mit einer Besatzung von 1/5 (teilweise auch 1/4), die Drehleitern (Ladder), Squad- und Rescue-Einheiten jeweils mit 1/5 aus.

Da die einzelnen Feuerwachen meistens nur 2-3 km von einander entfernt liegen, werden bei größeren Einsätzen mehrere Feuerwachen gleichzeitig alarmiert.

Doch zurück zu unserer Feuerwehrreise.

Vom Hotel fuhren wir mit der Subway in die Bronx zum „Animal House“ ( Spitzname der Feuerwache weil dort früher so viele Ratten lebten ) der 75. Engine der FDNY.

Ein Freund von uns Leutenend Collin O’Neil ,einer unsere engsten Freunde aus unseren Anfangsjahren auf der Feuerwache Harlem , der seinen Dienst mittlerweile in der Bronx versieht, führte uns durch die ganze Feuerwache und erklärte uns viele technische Details der Fahrzeuge.

Bei einem Kaffee in der Küche der Feuerwache wurde anschließend rege mit den amerikanischen Kollegen über ihre Einsätze diskutiert.

Auch vom Angebot T-Shirts des „Animal House“ zu kaufen wurde rege Gebrauch gemacht.

Nach ca. 2 Std verließen wir die Kameraden in der Bronx und fuhren nach Randals Island einer kleinen Insel zwischen Manhattan und Brooklyn auf der die Ausbildungsakademie der FDNY zu Hause ist.

Wir hatten uns dort mit Pete Crispinelli einem Freund und Ausbilder an der FDNY Akademie für 12.00 Uhr verabredet.

Pete erwartete uns bereits beim Pförtner um uns in Empfang zu nehmen.

Normalerweise kommt man als „Fremder“ nicht auf das FDNY Gelände.

Seit den Anschlägen vom 11. Sept. 2001 herrschen auch auf diesem Gelände höchste Sicherheitsvorkehrungen.

Aber dank Pete war es kein Problem eine tolle Führung über das riesige Areal zu bekommen.

Wir starteten die Führung in den Lehrsälen auf der die meisten der 14.000 FDNY Kameraden schon einmal „gebüffelt“ haben.

Anschließend ging es durch die Ahnen Galerie ( ehemaliger FDNY Chiefs ) zur Gedenktafel der getöteten vom FDNY Kameraden vom 11. Sept. 2001.

Nächster Besichtigungspunkt war die Fitnessabteilung der FDNY.

Dort verging einigen Mitreisenden „hören und sehen“ bei den Anforderungen an FDNY Anwärter.

Laut Pete bestehen die ersten 2 Wochen der Grundausbildung zu 80 % aus Sport.

Nach den ersten 2 Wochen werden in der Regel 20 % der Anwärter als „nicht brauchbar“ nach Hause geschickt.

Ausdauer, Koordinationsübungen, Krafttests und Konzentrationsübungen veranlassen zur knallharten Aussortierung.

Bei einer Übung musste z.B. ein 30 kg schwerer mit Sand gefüllter LKW Reifen mit einem Vorschlaghammer in 3 Min. über eine 5 m lange Bahn „befördert“ werden.

Natürlich lag der Reifen seitlich auf – nicht auf der Lauffläche!

In der Halle für Höhenrettung konnten wir „live“ eine Übung der Auszubildenden verfolgen.

Aus ca. 15 m Höhe mussten sich die Anwärter mit verbundenen Augen ( Kapuze) aus einem Fenster stürzen um sich zunächst aufzufangen und im Anschluss abzuseilen.

In der Halle für U-Bahn Rettung wurde gerade eine Puppe aus einer Zwangslage zwischen U-Bahn Waggon und Bahnsteig befreit.

Auch in der Wärmegewöhnungsanlage lief gerade ein Flash –Over Training welches wir interessiert aus dem Überwachungsraum bestaunten.

Auf dem Terrorgelände, dort werden Einsätze wie nach Terroranschlägen geübt, erklärte uns Pete sehr anschaulich die besonderen Gegebenheiten bei manchen Einsätzen.

Beispielsweise die Suche nach verschütteten Personen wird dort in einem „eingestürzten“ Haus simuliert.

Einige Kameraden kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

Nach 2,5 Std. Führung verabschiedeten wir uns von Pete sichtlich beeindruckt welche Anforderungen an FDNY Angehörige gestellt werden.

Nun ging es nach Harlem zur Engine 37 und Ladder 40 die mitten im Herzen von Harlem auf der 125 Straße Ecke Amsterdam Avenue liegt.

Auch dort wurden wir wieder von einem unserer Freunde, Terry Nolan, der dort seit über 25 Jahren seinen Dienst versieht, herzlich begrüßt und erhielten wir wieder tolle Einblicke in das Leben dieser „unserer“ ( Thomas & Dirk )Feuerwache in Harlem.

Von unseren zahlreichen Besuchen der vergangenen Jahre kannten wir, Thomas und ich, viele der Diensthabenden Kollegen und es gab ein herzliches Willkommen, auch für die „neuen“ Mitreisenden.

Bei so mancher kuriosen Geschichte die wir in den letzten Jahren zusammen erlebt hatten wurde herzlich gelacht.

Mitten in unsere Besichtigung viel ein Brandalarm und Engine 37 und Ladder 40 rückten aus.

Wir setzten uns in die Küche um auf die ausgerückten Kollegen zu warten.

Plötzlich fragte einer der Mitgereisten Kollegen ob jemand seinen Rucksack gesehen hätte?

Er hätte diesen bei unserer Ankunft hier auf der Feuerwache Harlem hinten bei Engine 37 auf das Trittbrett gestellt!

Super Ablageplatz !

Der Rucksack mit Kamera, Portemonnaie und Ausweispapieren war jetzt unterwegs in Harlem und bei der rasanten Fahrweise könnte er in der nächsten Kurve herunterfallen und einen „netten“ Passanten beglücken.

Wir schwitzen ca. 20 Min. bis die Einsatzfahrzeuge von ihrem Fehlalarm zurück kamen.

Wie durch ein Wunder stand der Rucksack immer noch unbehelligt auf dem Trittbrett von Engine 37.

Wir konnten die Steine bei dem Eigentümer „plumpsen“ hören, als er seinen Rucksack erblickte.

Noch mal richtig Glück gehabt!

Kurz darauf verabschiedeten wir uns auch von dieser Feuerwache.

Der nächste Anlaufpunkt war „Fire Zone“ der offizielle Feuerwehrshop der FDNY.

Hier konnte jeder nach Herzenslust shoppen.

Fast alles was die FDNY an Bekleidung, Souvenirs und Andenken hat kann hier käuflich erworben werden.

Auch Code3- Modelle, original FDNY Löschfahrzeuge im Maßstab 1:64, die es nur in limitierten Auflagen gibt und in Deutschland zu horrenden Preisen gehandelt werden gab es zu kaufen.

Hier wurde so manche Kreditkarte wieder zum glühen gebracht denn jeder konnte nach seinen Wünschen aus dem Vollen schöpfen. T-Shirts, Sweetshirts, Caps, Code 3 Modelle uvm.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages sollte die Besichtigung der Feuerwache von Rescue 1 werden. Doch dort angekommen waren die Kameraden leider im Einsatz. So verschoben wir die Besichtigung kurzerhand auf einen der nächsten Tage.

Zum Abschluss des Tages ging es zum Löschboot von Marine 1.

Am Pier 40 dem Standort des Löschbootes bekamen wir von Captain John Cashman eine ca. 1,5 Std. Führung bis in den Maschineraum des 50 Jahre alten Löschbootes, welches in den nächsten Jahren durch ein modernes Löschboot ersetzt werden soll.

Besonders beeindruckend sind die verschiedenen Wasserwerfer, insgesamt 3, mit dem bis zu 120.000 Liter pro Minute Wasser abgegeben werden kann.

Natürlich kamen auch fragen zu dem Einsatz am 11. Sept. 2001 sowie der „Flugzeuglandung“ im Hudson River im April 2009 quasi direkt vor der Nase des Liegeplatzes von Marine 1.

Im Anschluss an die Besichtigung konnten weitere „Marine1“ T-Shirts oder Caps erstanden werden.

Vollgepackt mit FDNY Andenken ging es mit der Subway zurück zum Hotel.

Den Abend ließen wir gemeinsam in einem Irisch Pub mit FDNY Freunden ausklingen, wo der Rucksack Kollege noch ein Bier auf sein Glück ausgab.

 

Dienstag 16. März 2010

Der Dienstag empfing uns mit strahlendem Sonnenschein bei 18 Grad Frühlingstemperatur.

Für den heutigen Tag stand Midtown New York inkl. Central Park auf unserem Programm.

Wieder ging es mit der Subway zum Grand Central Terminal mitten in Manhattan.

Diese gigantische Halle mit ihrem Sternenhimmel und der vergoldeten Uhr durchqueren täglich mehrere hunderttausend Menschen auf ihrem Weg zur Arbeit in Manhattan.

Über die 42. Street ging es zur 5. th Avenue der exklusiven Shoppingmeile New Yorks.

Hier findet man von Tiffany bis Cartier oder Versace alles was Rang und Namen hat.

Als erstes ging es zum Rockefeller Center mit seiner weltberühmten vergoldeten Statue und der Eisbahn, wo schon Kevin allein in New York spielte.

Weiter ging es vorbei an der Bronzenen Atlas Statue zur gegenüberliegenden St. Patricks Kathedrale.

Diese 100 m hohe und 2500 Personen Platz bietende Kirche ist die größte von NY und ein besonderer Ort der Stille im hektischen New York.

Im Trump Tower legten wir eine kurze Pause ein um bei Starbucks einen Cafe in der imposanten Marmorhalle mit seinem 30 m hohen Wasserfall zu genießen.

FAO Schwarz, der Spielzeugladen in dem Tom Hanks seinen Film BIG drehte, war unser nächstes Ziel.

In diesem pompösen Spielzeugladen findet man immer das neuste und ausgefallenste an Spielzeug was es gerade erst auf dem Markt gibt. Von riesigen Stofftieren bis hin zu den neusten Computerspielen konnte jeder für seine Kids daheim ein passendes Andenken kaufen.

Weiter ging es vorbei am Plaza Hotel, der Nr. 1 für alle Promis und Staatsgäste, ging es in den Central Park.

In der grünen Lunge New York City’s kann man, nur wenige 100m vom hektischen Treiben dieser Millionenstadt entfernt, mal richtig in Ruhe entspannen.

Außer Joggern, Skatern und Radfahrern ist im Park kein Verkehr.

Vorbei an der Eislaufbahn ging es zur „ Mall“ einer riesigen Allee auf der die wichtigsten Persönlichkeiten New Yorks wie z.B. Herr Guggenheim oder Herr Stuyvesant als Statue zwischen riesigen Eichenbäumen stehen.

Bei einer kurzen Pause an einem der vielen Seen konnten wir die herrliche Stille dieses Parks nur wenige 100 m abseits des hektischen Treibens in vollen Zügen genießen.

Vorbei an den Strawberry Fields.

John Lennon wurde unweit von hier ermordet.

Strawberry Fields ist der Name eines Waisenhauses in Woolton / London, auf dessen Gelände John Lennon als Kind mit seinen Freunden viel Zeit verbracht haben soll. Gedanken an diese Zeit flossen in seinen Song „ Strawberry Fields Forever“ mit ein.

Nach seinem Tod gestaltete seine Witwe Yoko Ono einen Bereich im Central Park nach diesem Namen, dessen besonderes Merkmal ein rundes Mosaik aus schwarzen und weißen Steinen darstellt.

In dessen Mitte steht das Wort: „Imagine“.

 

Nun aber verließen wir den Central Park am Columbus Circle, einem der größeren Plätze in NYC.

Wir folgten dem Broadway vorbei an der David Letterman Show zum Times Square.

Von der dortigen Tribüne aus konnten wir nochmals die riesigen Leuchtreklamen auf uns wirken lassen.

Jetzt ging es über die Fashion Avenue zum Madison Square Garden, eine Mehrzweckarena mitten in Manhattan die vor allem für Sportveranstaltungen ( Boxen, Basketball, Eishockey) und Konzerte benutzt wird..

Nach kurzer Besichtigung ging es weiter vorbei am berühmten Pennsylvania Hotel ( wurde 1919 erbaut und war zur damaligen Zeit mit über 1000 Betten das weltweit größte Hotel) zu Macy’s, einem der größten, wenn nicht dem größten Kaufhaus der ganzen Welt.

Ein Rundgang durch Macy’s gehört zu jedem New York City Besuch.

Der krönende Abschluss des heutigen Tages sollte jedoch der Besuch des Empire State Building, dem derzeit höchsten Bauwerk NYs werden.

Von der über 300 m hohen Aussichtsplattform hat man einen phantastischen Blick über ganz New York. Von hier oben sehen die tausende gelben Taxis wie Spielzeugautos aus.

Bild: Empire State Building in „irish“ Green am 17. März

Bei tollem Wetter und einmaliger Sicht wurden reichlich Erinnerungsfotos geschossen.

Der Abend stand jedem zur freien Verfügung.

Mittwoch 17. März 2010 St. Patricksday

Der St. Patricksday’s Day ist ein am 17. März begangener Gedenktag zu ehren des irischen Nationalheiligen St. Patrick.

Dieser Tag stand nun ganz im Zeichen der größten Parade New Yorks bei der über 100.000 Teilnehmer die 5. th Avenue von der 42. Street bis zur 84. Street hinunter ziehen.

Wir begannen unseren Tag mit einem Frühstück auf der Feuerwache in Harlem auf der wir schon vor 2 Tagen gewesen waren.

Unseren Freunden von Engine37 und Ladder 40 hatten uns zu diesem traditionellen Frühstück eingeladen.Mitten zwischen den Feuerwehrkollegen und ihren Familien gab es Bratkartoffel, Rührei, Würstchen, Pan Cake, und vieles mehr.

Gegen 11.30 Uhr ging es dann zur St. Patricksday Parade.

Auf dieser Parade, auf der nicht nur Feuerwehrleute sondern auch andere Irische Vereine mit ziehen, bilden die Feuerwehrkameraden mit über 5000 Teilnehmern die größte und beeindruckenste Gruppe.

Für jeden der am 11. Sept. 2001 343 getöteten Feuerwehrkameraden läuft ein Feuerwehrmann Anwärter mit einer 2 m großen amerikanischen Flagge zum Gedenken mit.

Der größte Teil, ca. 35 % der FDNY Kameraden, hat irische Wurzeln und daher einen besonderen Bezug zum St. Patricksday.

In Ausgeh Uniform durften wir mitten zwischen unseren amerikanischen Kollegen mit marschieren.

Ein wohl einmaliges Erlebnis für jeden richtigen Feuerwehrmann.

Vom Straßenrand jubelten uns mehr als 1,5 Millionen Menschen zu.

Wir hatten Gänsehaut bei diesem Erlebnis.

Nach dem 2-stündigen Marsch ging es mit den US Kameraden zum gemütlichen Teil über und es wurde das ein oder andere Bier beim regen Meinungsaustauch getrunken.

Auch wurde das ein oder andere Patch sowie e-Mail Adressen ausgetauscht.

Ein toller unvergessener Tag ging erst spät abends zu Ende.

Donnerstag 18. März 2010

Der letzte Tag unseres NYC Aufenthaltes wurde nochmals genutzt um noch einige Einkäufe für die Daheimgebliebenen zu besorgen und die Feuerwache in Chinatown zu besuchen.

Wir hatten auf der St. Patricksday Parade von Captain Mike Brown, einem alten Bekannten von früheren Besuchen, eine Einladung erhalten.

Mike hatte an diesem Tag Dienst und so bekamen wir noch einmal Mitten in Chinatown die Gelegenheit das Leben auf einer New Yorker Feuerwache „live“ zu erleben.

Während einige Feuerwehrkameraden die Gelegenheit nutzten in Chinatown die letzten Dollar für Geschenke auszugeben blieben Thomas und ich an der Feuerwache um mit den FDNY Kameraden ein tolles Lunch ( Mittagessen) zu dem wir eingeladen worden waren zu genießen.

Gegen 17.00 Uhr trafen sich alle Mitreisenden wieder auf der Feuerwache in Chinatown um gemeinsam zum Hotel zu fahren.

Von dort traten wir gegen 19.00 Uhr die Rückfahrt zum Flughafen an.

Unser Flieger ging pünktlich um 22.30 Uhr in die Luft und brachte uns am nächsten Morgen wohlbehalten wieder nach Deutschland zurück.

Auf dem Flughafen hieß es nun leider Abschied nehmen von allen Mitreisenden mit dehnen wir eine tolle Woche in der „geilsten“ Stadt der Welt verlebt hatten.

Wirklich alle waren begeistert von der erlebnisreichen Reise und wollen z.T. im nächsten Jahr nochmals mit uns nach Big Apple zu den Freunden der FDNY reisen.

Mit kameradschaftlichem Gruß

Dirk Stratmann

Weitere Informationen und Termine für anstehende NYC / FDNY Reisen finden Interessenten auf

www.newyorkcity-reise.de

Auch für 2012 / 2013 sind wieder 2 NYC / FDNY Reisen geplant.

 

 

Organisiert und durchgeführt wird alles von Dirk Stratmann dem Betreiber der Webseite

www.newyorkcity-reise.de

in Zusammenarbeit mit dem Reisebüro HotelTravelMovie GbR in Bocholt.

Leistungsbeschreibung:

Flug: Deutschland - New York - Deutschland

Hotel ( 6 ÜF im guten Mittelklasse Hotel im DZ )

Transfer im Shuttle Bus ( Flughafen – Hotel – Flughafen )

Zwei geführte NYC Besichtigungen zu allen Sehenswürdigkeiten von jeweils ca. 7 Std.

Besichtigung diverser FDNY Feuerwachen sowie Löschboot und der FDNY Ausbildungsakademie*

Teilnahme an der St. Patricksday bzw. Steuben Parade

Kosten für die Reisen 2012 : ab 1299 € pro Person im Doppelzimmer

Für Gruppen ab 10 Personen werden auch individuelle Reisetermine angeboten.

* Ein Besuch der Ausbildungsakademie kann nicht auf jeder Reise garantiert werden.

 
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